Sonntag, 30. Dezember 2007

Warum?



Dieser Kommentar ist all denen gewidmet die es sich gewunschen haben hier etwas "tiefgruendigers" zu lesen



Hallo,


jetzt meld ich mich mal allein aus Los Angeles. Wir sind mal wieder bei ein paar couchsurfern und es ist irgendwie wie immer. Aber kann es eigentlich auf so einer reise sein wie immer? Ich meine kein tag gleicht dem andren, aber das tut er in deutschland auch nicht, selbst wenn es manchmal so scheint.

fuer euch sind wie die leute die staendig neues erleben und die bestimmt immer was zu erzaehlen haben, aber fuer uns seit ihr genau so. ihr koennt uns auch immer was neues von daheim erzaehlen, auch bei euch bewegt sich die welt.

Ich moecht euch heute eigentlich nichts ueber die reise erzaehlen, ueber den weg, eher viel mehr ueber das was passiert. was veraendert und wie es uns, oder mir so geht. ich bin ja mal gespannt wie weit ich komme.

Also wie schon gesagt, wir sind in Los Angeles und werden dort Silvester feiern, aber bis hier hin war es ein langer weg, und der war nicht immer leicht - fuer keinen. Jeder bringt hier seine opfer. Anders wird es auch manchmal nicht gehen. Aber so was schweisst auch zusammen. Hauptsaechlich kann ich hier von den umstaenden erzaehlen vom Roadtrip zu dritt, wie es zu viert ist weiss ich noch nicht, aber es wird nicht einfacher werden.

Jeder hat sich in der Zeit bestimmt mehrfach gewunschen einfach alleine zu sein, aber das wird schwer wenn man in einem normalen auto lebt. Nur Boas hat es geschafft als er gehitch hiked ist. Und selbst wenn man irgendwo ist, wie bei einem Couchsurfer, dann ist es schwer alleine zu sein. Staendig ist jemand hier, der bedient werden will. Immer jemand da, dem man was erzaehlen muss, oder der was wissen will. Alleine ist man NIE! Wie also soll man sich dann veraendern? Wie soll man dann zum nachdenken kommen? War das aber nicht irgendwie das Ziel? Sich veraendern? Nachdenken? Neue Perspektiven bekommen, oder wenn das nicht geht, sich wengistens selber kennenlernen? Das ist schwerer als man glaubt. Ich denke man kann sich nie wirklich selbst kennenlernen! also ich denke das ich mich nie wirklich kennen werde. Dafuer hab ich hier schon gelernt was mir wichtig ist, und ich denke das das schon mal was ist.

Was sonst noch. Naja ab und an kommt hier mal der krasse Gruppenhass auf, wo jeder jeden zum Mond schiessen koennte, und ab und an sagt man sich das auch. Ich leider ziemlich oft. Hm noch was was ich gelernt habe, ich bin wohl manchmal ziemlich ehrlich.

Wieso denkt eigentlich jeder hier das wir zu alkoholikern werden?

Also gut, ich dachte einfach mal es ist an der Zeit hier auf www.4gowest.blogspot.com nen einigemassen geistreichen post einzustellen, ich hoffe es gefaellt euch, wenn ja dann wir das oefters passiern, vorallem wenn ich auf kuba bin. Wo ich dann hoffentlich auch mal zum Nachdenken komme. Vielleicht schaff ich es ja dort, ein paar fragen die sich jeder an sein leben stellt oder stellen sollte fuer mich zu beantworten.


Andi

Natuerlich wuensch ich euch allen ein Gutes neues Jahr und feiert schoen und bleibt gesund.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Bilder : siehe weiter unten !

Dienstag, 25. Dezember 2007

Roadtrip

Auf einer unglaublichen Reise von North Carolina nach Califorinen oder -
“This car is a bitch, she fucks us all the time.”

Wir stehen nun also am Anfang unsres Roadtrips quer durch die vereinigten Staaten von Amerika, das Land der Traeume und unbegrenzten Moeglichkeiten. Nach einer mehr oder weniger durchgefeierten Nacht verabschieden wir uns von der Elite Uni DUKE, von Vera und im nachhinein auch von ein paar Illusionen, wie zum Beispiel die unbegrenzten Moeglichkeiten und ein paar Traeumen. Fuer jeden hier stirbt etwas auf der Reise, fuer manche der Glaube fuer andere einfach ein paar traeume, aber was bleibt ist dennoch ein grossartiges Abenteuer, das jeden voranbringt.
Der erste Halt, wie koennte es auch anders sein, wenn drei Maenner unterwegs sind, ist der Liquerstore wo ordetlich Bier und Vodka gekauft wird. Schliesslich muss man ja so ein ereigniss feiern.Wir suchen uns, wir sind an diesem tag nicht weit gekommen, ein quartier und lassen erst mal ordentlich rein. Dieser Abend bringt 2 Erkenntnisse mit sich: 1. Wenn wir trinken labern wir alle scheisse, sind unaustehlich und wenn man dann noch ueber denn glauben anfaengt zu diskutieren dann ist alles zu spaet und 2. Scheisse so ein Auto ist ziemlich eng wenn man versucht zu dritt darin zu naechtigen.
Am naechsten morgen geht es mit einem, je nach person, mehr oder weniger grossem kater richtung miami. Naja so toll wie es sich jeder vorstellt war es dann auch nicht, aber gut schoene straende hat es schon. Es sei denn man bleibt im stand stecken, weil man versucht bis ans meer zu fahren. Dann darf man am naechsten morgen 3 stunden schaufeln und hoffen das die cops nicht kommen und einem probleme machen.
Von miami ging es dann zu den Everglades.
Hier nehme wir fuer 20 dolls eine Bootstour und koenne so die Artenvielfalt dieses Flachwasserreservats bewundern. Alligatoren, Schlangen und jede Menge Voegel ueberall.
Danach gehts nach cape canaveral,weil eigentlich geplant war dort einen shuttle in das all zu schiessen, da die jungs von der nasa aber sehr vorsichtig sind, hat sich der start bis nach mitte januar verschoben. Also haben wir einfach 3 naechte unter einner bruecke geschlafen. War auch kein problem, mal abgesehn von den 100 ameisen und schnakenstiche die jeder kassiert hat.
Von dort aus ging es nach Tallahassee die Hauptstadt Floridas, eher n kleines loch aber mit netten leuten. Dort waren wir bei einer Couchsurferin, Heather. Nettes maedel, nur leider hab ich irgendwo dort meinen Geldbeutel verloren. Das sucked dann auch erst mal ordentlich. Nun hiess es fuer mich erst mal alle karten und so zu sperren und dann auf pump von den anderen leben. Immerhin hat man so das gefuehl, das man kein geld ausgibt. Leider kommt immer irgendwann die abrechnung. Na auf jeden fall ging es von Tallahassee dann nach Tenessee, Jacky besuchen. Eli und ich gehen alleine, weil boas hitchhiken war. Man mag es glauben oder nicht, aber in lynchburg wo die brennerei ist, gibt es keinen alk. Immernoch eine dry county. Also bleiben wir auch trocken. Boas wollen wir wieder in Memphis treffen, wo uns auch schon noch ein couchsurfer erwartet. N kleiner Chaot der mit seinen studienkollegen in einem mittelgrossem chaos. Dort haben wir drei tage verbracht, oder weniger, ich weiss es nicht mehr. Ueberhaupt geht hier das gefuehl fuer zeit vollkommen floeten. Weder zeit noch ort sind an einem roadtrip wichig. Wir fahren von schnee in sommer und wieder zurueck, schliesslich bleiben wir aber an weihnachten im fruehling stecken. Aber dazu spaeter mehr, weil zwischen Memphis und Califorinen liegt noch eine ordentliche strecke.
Was zwischen drin ist, schaff ich chronologisch nicht mehr richtig aufzulisten, aber seidrum. Wir waren noch am arches nationl park, da gibts diese riesigen sandsteinboegen. Sehr beeindruckend, aber nun gut. Dann waren wir noch in tulsa. Keine ahnung wo genau das ist, aber es war schoen. Vorallem wegen den couchsurfern bei denen wir mal wieder unterkunft gefunden haben. Hauptsaechlich haben wir mit unseren couchsurfern spass, und viel party.
Wir besuchen einen Pow Wow. Am bessten kann man so etwas mit einem Gottesdienst fuer indianer vergleichen. War ziemlich interesant und hat sich nicht nur wegen dem Essen, was wir von einer Indianersqua geschenkt bekamen gelohnt. Es gibt auch ausnahmen wie salt lake city. Aber bis salt lake city war es ein abenteuerlicher weg.Erst mal haben wir auf der legendaeren Route 66 so viele Schilder abgeschraubt wie wir tragen konnten und uns zum zweiten mal erfolglos auf Entenjagd begeben,diesmal sogar mit echtem Jagdbogen.Danach fuhren wir in einen schneesturm der sich so richtig gewachsen hat. Sichtweiten unter einem meter (2 m schnee am wegrand) erlaubten es nicht gerade schnell zu fahren. Und nunja wie das so ist ,wenn man nicht viel sieht. Irgendwas erwischt man immer, bei mir war es ein Schneehase, der sich als Iceklotz getarnt hat. Muss fuer das auto hinter uns sehr skuriel ausgesehn haben, erst weiss dann rot....
von salt lake city wo wir es nicht laenger als einen tag ausgehalten haben ging es weiter nach sakramento. Da haben wir ausser drei stunden warten, bis die buecherei aufmacht, was sie dann leider nicht gemacht hat, nix gemacht. Muss ja auch mal sein. Nun naehert sich unser roadtrip dann auch langsam dem ende. Denn von hier aus geht es dann auch in grossen schritten nach san rafael, wo wir weihnachten verbingen wollen. Hier kommen wir dann 2 tage frueher als geplant an und boas kann endlich seine vera wieder in die arme nehmen. Und wen nehm ich in den arm? Hm ich denk ich nehm erstmal was anderes in die hand. versuch es mal mit meinem neuem spielzeug.
Andi
p.s. Natuerlich ist noch viel mehr passiert, wir sind oft von der polizei angehalten worden, unser auto ist ab und an mal stehen geblieben, wir wollten jagen gehen, haben einen fasanen geschenkt bekommen, waren in einer geisterstadt wo es gar keine geister gibt, waren ein einer cowboystadt wo es keine cowboys gibt, haben bei minus graden draussen geschlafen wo uns bewaffnete amerikaner erwarteten, oder in einer heruntergekommenen scheuene wo es einfach nur arschkalt war, dann waren wir oft im walmart( evil corp.) haben diese ausgnutzt in dem wir sachen ausleihen und dann geld wieder bekommen beim zurueckgeben, und zu guterletzt steht unser auto jetzt in einer werkstatt weil uns die oelwanne durchgerostet ist. Naja ohne oel faehrt es sich halt schlecht.
AUF EINE GUTE WEITERREISE

und von allen:

noch frohe weihnachten und ein gutes neues jahr in dem man sich dann irgendwann wieder sieht

Roadtrip

Alligatoren rechts und links von der Fahrbahn, das sind die Everglades
Andi the brave
Everglades

Laubfrosch, entdeckt beim Wandern

Die Schrottkarre

Burgerwettessen

Miamibeach

Highway to hell

Training fuer die Entenjagd, leider ohne Erfolg

''Geisterstadt'' in den rockys

ohne worte

Bluesbar in Memphis

die legendaere Beale St.
-auf Elvis Spuren

Pow Wow

Pow Wow

Route 66

Rock 'n' Roll america

Arches National park

William wallece

Delicate Arche - nach abendteuerlicher Wanderung jenseits der Pfade


Boas bei seinem 3 Tages Tramptest USA


Terminator, alles was dessen herz begehrt gibts im Wall Mart

Entenjagd

Theoretisch ganz einfach: schwimmen, untertachen, Ente runterziehen, fertig.
neija irgentwann klappts noch

Party bei Heatha

Couchsurfpartey

andi im wunderland (Jack Daniels destillery)

Limo statt Whiskey






Samstag, 15. Dezember 2007

Girls´ Weekend at Duke

Posing: Cami und ich vor der Sorority Party

Nachts um eins kamen wir endlich in Durham auf dem Campus an und es tat einfach gut, Cami in die Arme zu schließen! Als wir uns ihrer Dorm näherten, taumelten uns schon ein paar leicht angeduselte Personen entgegen. Und als wir das Gebäude betraten, taumelten wir erstmal zurück, weil uns der Geruch von Alkohol entgegenschlug. Eine Dormparty, gibts hier fast jedes Wochenende. Wir lernten Frances, Camis Roommate kennen, auch ein Sonnenscheinmensch, passend zum sonnig gelb gestrichenen Zimmer der beiden. Wir gingen gleich alle zusammen auf Erkundungstour, den Campus und natürlich die Party kennen zu lernen. In jeden Zimmer entlang dem Gang bekamen wir etwas anderes angeboten: Apple Pie Shot oder Wodka, der über eine Eisrutsche in deinen Mund fließt. (Wer lässt sich bitte für eine ganz gewöhnliche kleine Party einen 1x1 Meter großen Eisblock mit persönlicher Prägung liefern?!)

Die Tatsache, dass einfach überall Campus Police herum stand schien niemenden zu stören, obwohl über die Hälfte der Anwesenden 20, also Under Age sein musste. Cami klärte mich auf: Die Campus Police sorgt nur dafür, dass keiner verletzt oder belästigt wird... was den Alkoholkonsum anbelangt, sind die auf beiden Augen blind! Allerdings sieht das sobald man den Campus verlassen hat ganz anders aus. Wenn man dort in unserem Alter erwischt wird, gehts in den Knast! Wenn ich da an unsere Parties mit 14 und 15 denk... Is schon bissl anders hier drüben.


Weil die Jungs hungrig waren, lud Cami uns zum BBQ ein, was nachts um drei sicherlich das Gesündeste war (zumindest außer Mc das einzige, was noch offen hatte), dann trafen wir einen Freund aus Camis Fecht Team, der den Jungs für die Nacht eine Bleibe organisiert hatte. Dann schlafen. Dann aufstehen, erfahren, dass Cami eben nicht geschlafen hatte, sondern stattdessen an ihrer Hausarbeit geschrieben, und dann zum Brunch. Lecker. Und dann der Abschied für die kommenden Wochen.

Viel Zeit für Abschiedsschmerz wurde mir nicht zugestanden, weil ich zunächst weiter den Campus gezeigt bekam und ich mich dann schon mit Frances an die Kleiderauswahl für das Event am Abend machte. Da mein Rucksack und ich nicht für solche Ereignisse gewappnet sind, standen mir zwei Kleiderschränke mit unzähligen Kleidern zur Verfügung - besser als shopping, weil for free! Das Kleid, für das ich mich eigentlich entschieden hatte, sei nicht schick genug, wurde mir erklärt und schließlich landete ich in einem bodenlangen braunen Seidenkleid mit pastellfarbenen Blumen und Satindetails. Dazu braune Glitzer-Stilettos, denkbar höllisch unbequem, von einer Freundin. Und um meinen Look perfekt zumachen, farblich passend zu den rosa Blumen auf meinem Kleid eine rosa Jacke! JAA, Vera in rosa. Genießt es, das gibts nicht sehr oft! Gemeinsam mit den anderen Mädels von Camis Sorority (Studentinnen-Verbindung) und deren Dates im Anzug machten wir uns auf den Weg zum italienischen Restaurant. Schick natürlich, mit köstlichem Essen und guten Unterhaltungen.

Eine akkustische Erfahrung auf der Toilette ließ mich schon ahnen, wie der zweite Teil des Abends ablaufen würde. Zurück auf dem Campus trafen wir uns im Zimmer zweier Mädels, das vollkommen überfüllt war und bevor ich meinen ersten Schluck Alkohol getrunken hatte, bekam ich von einem jungen Herrn bereits ein Ständchen gesungen und die Unterwäsche einer jungen Dame zu sehen, die nicht mehr ganz klar artikulieren konnte und offensichtlich auch nicht mehr abschätzen, wie hoch ein Kleid rutschen darf... Wir hielten uns eher unauffälliger, plauderten und brachen dann zum Dance auf. Die Musik war die, die vor einem Jahr auf unseren Parties daheim lief (nicht nur!), wir tanzten, und hatten vielleicht den meisten Spaß beim Beobachten zweier vermutlichen enddreißiger Damen, die etwas beschwipst exzessiv tanzten und eine Risenshow veranstalteten :)

Aber wie das nun mal ist, wenn man eine Nacht durchgearbeitet hat, war die Cami doch relativ müde und irgendwann beschlossen wir, die Party mit einem Spaziergang zum Campus ausklingen zu lassen - barfuß! An diesem Abend lernte ich meine Wanderschuhe wieder zu schätzen. Der Marsch dauerte natürlich länger als gedacht, aber immerhin gibts auf dem zweitgrößten Campus der USA Campusbusse, die auch nachts um halb 3 noch fahren und einen ans andere Ende bringen.

Der nächste Morgen begann mit Brunch im Kunstmuseum und einer kleinen Wanderung, anschließend genossen wir in der großen gothischen Chapel of Duke University eine gesanglich und instrumental hervorragend dargebotene Interpretation von Händels Messiah. Kulturmust nicht verpasst! Den Montag verbrachten wir mit Geschenke basteln, reden und Dukes, wie Cami sagen würde "Campus, der gerne alt aussehen möchte" anschaun, bevor wir Frances vorm Schreibtisch wegrissen und zum Abschied noch ein mal schick essen gingen. Ich war die ganze Reise über nicht essen. Hier dagegen mehrfach täglich. Aber das liegt einfach daran, dass es auf den Dormrooms keine Möglichkeit zu kochen gibt und wenn man nicht das ganze Semester von Sandwiches und Müsli leben will, muss man eine der vielen Möglichkeiten wahrnehmen, auf dem Campus essen zu gehen.

Am Dienstag klingelte mein Wecker viel zu früh und durch die Dunkelheit bahnte ich mir meinen Weg zur kalten Dusche... einen Tee und ein Oatmeal später wars hell, und Cami und ich auf dem Weg zum Airport Raleigh/Durham, von wo aus ich nach einem schweren Abschied von der Cami über Phoenix und San Diego nach San Francisco flog. California, ich komme!

New York City Teil II und das kleine Weiße Haus

Am Dienstag nach meinem letzten Eintrag verabschiedete ich mich von Malika und ihrer Gastfamilie, fuhr wieder nach Manhattan, um mich mit Andi und Eli zu treffen. In der Grand Central wartete ich an der Goldenen Uhr, unter dem beeindruckenden Sternenhimmel. Dann musste ich - beladen wie üblich mit Rucksack, Tasche und Kameratasche - erfahren, dass es hier seit 9/11 keine Locker mehr gibt. Was?! - "Darling, we´re in New York!". Das erklärt natürlich alles. Also machten wir uns auf den Marsch zum Busterminal, wo ich schließlich doch meinen Sachen untergebracht bekam. Hierfür bin ich dann doch recht dankbar, wenn ich bedenke, dass wir an dem Tag von der Grand Central nach Chinatown, wieder zurück und noch viel mehr rum gelaufen sind! (GC bis Ct sind über 50 Blocks) In Chinatown wüteten wir dann durch einen kleinen Asialaden, der alle möglichen kulinarischen Köstlichekeiten für uns bereit hielt, die natürlich alle probiert werden mussten! ...naja, vielleicht doch nicht alle! Der beste Kauf war bestimmt eine Riesentüte Glückskekse von einer Straßenhändlerin für 2 Dollar. Allerdings hat das Zeug glaub abhängig gemacht.
Abends kam dann mit mehrfacher Verspätung auch der Boas an. Glücklich vereint und in der Gewissheit, wir haben ein Auto, pendelten Boas und ich in den nächsten Tagen zwischen Queens, wo unser chinesischer Couchsurfer (Modedesign Student an der Hochschule von Heidi Klums Project Runway Show) und Manhattan, wo wir weiterhin fleißig Touris waren. Battery Park, Statue of Liberty, Metropolitain Museum, United Nations Tour, Central Park... Alles lohnenswert.
Am letzten Abend kamen dann auch Andi und Eli zu uns, damit wir am Freitag morgen früh losfahren konnten ...natürlich fuhren wir nicht früh los. Trotzdem standen wir aus NY raus im Stau und nach Washington rein schon wieder. Ich sah unser Date mit Cami für den Abend dahin schmelzen und war als wir endlich Downtown waren, nach einem "Click" vor dem Weißen Haus eigentlich schon wieder bereit für die Weiterfahrt. Stattdessen diskutieten wir, ob dies tatsächlich das Weiße Haus sei, weils - trotz riesiger roter Schleife - ja schon arg mickrig aussah... Aber ein anderes gabs nicht. Noch ein bisschen rumgelaufen, das "I have a Dream"- Feeling versucht einzufangen und dann ab, in den Stau aus der Stadt raus, in Richtung North Carolina.

Pics: New York City Teil II und das kleine Weiße Haus

Washington - Capital in Motion

Eine Legende - das Weiße Haus

Der riesige New Yorker Weihnachtsbaum vorm Rockefeller Center. Ja, der aus dem Filmen.



United Nations - Boas an seinem zukünftigen Arbeitsplatz, wie er selbst sagt.
Im Saal des Sicherheitsrats.



NYC - wo man die Stars in den Arm nehmen kann...


Boas streckt der Freiheitsstatue die Zunge raus
...Sie stört sich nicht daran

Mittwoch, 28. November 2007

MeineLetzten2Wochen

nach dem ich jetzt schon recht lang nichts mehr geschrieben hab, ganz kurz meine letzten erlebnisse:
nachdem ich Vera bei ihrem woofer ablieferte, blieb ich noch eine nacht in Ottawa. am naechsten morgen bekomm ich beim trampen 2 bustickets nach Montreal und zurueck geschenkt. Auch Gut. Hier bleib ich eine nacht bei nem couchsurfer. Sehr cool, zeigt mir nochmal bisschen das nachtleben der Stadt. Danach gehts los Richtung USA. Die letzten Stunden Kanada dann mehr als Stressig, am Grenzuebergang braucht man Bargeld, ich depp hab nat. meine Pin nummer vergessen und konnte auch das geniale verschluesselungssystem auf meinem Guertel ( hab hier die nummer extra gegen das vergessen aufgeschrieben) nicht mehr entziffern. ja nach ewigem hin und her hab ich dann kohle bekommen.
Besuch bei Kaelbers
In Vermont hohl mich dann Lutz (amadeus' Vater) vom Busstop ab.
In der darauf folgenden Woche zeigen mir die Kaelbers viele verschiedene Nice Places in der Umgebung Burlingtons. Wandern, Stadtbummel und Unifuehrung stehen auf dem Programm. Da die ganze Familie ziemlich sportlich ist, kann auch ich endlich mal wieder was fuer meinen koerper tun. Quasi als begruessung wurde mir die besondere ehre gewaehrt Lutz bei seinen regelmaessigen badegaengen zu begleiten. Wer sich also ueber mich lustig machen will, kann das hier tun :) Irgentwie seh ich nicht ganz so souveraen aus wie er. War nat. alles nur gespielt.
Ja ansonsten hatte ich eine mehr als schwierige Mission zu erfuellen:
Beschaffung eines fahrbaren Untersatzes:
Auch hier gibts es Buerokratie. Mich, der im Wilden Westen nur Anarchie und bleigetraenkte Argumentation erwartete, trifft diese Feststellung mit voller Wucht.
Dank der reichlichen unterstuetzung der Fam. Kaelber konnte ich jedoch irgendwann land im Morast der Paragrafen finden. Und nach unzahligen Telefonaten, Autobesichtigungen, Buero- und Werkstattbesuchen wird was Wunschtraum war Wirklichkeit (woa fed Alliteration :) ).
WIR HABEN EIN AUTO!!!
Um es kurz zu machen, es ist ein Geo Chevrolet Prizm. Hat 800 dolls gekostet. Versicherung, Steuer, neue Reifen usw. nochmal knapp das selbe.
Vielen DANK nochmal an Kaelbers auch im nahmen der anderen 3! ohne euch und besonders Lutz haette die ganze Sache wohl nicht geklappt.
Gestern bin ich dann schliesslich nach 6 h fahrt in NY angekommen. In den Hauserschluchten Manhattens treffe ich meine 3 Gefaehrten und tauche ein in den gigantischen Ameisenhaufen aus Beton.

Montag, 26. November 2007

Pics of Manhatten

times square


mali und ich (mit der freiheitsstatue im hintergrund!!)


skyline von manhatten


The Statue of Liberty


Blick von den united nations aus zum crysler building


sicht auf die skyline ueber dem wasserreservoir im central park

Ottawa und die Alpacafarm

ich bekomme einen lamakuss von lea


meise bei schnee am vogelhaeuschen




wenns kalt wird, legt man sich hin







so friedlich kann kaempfen aussehen...










eine unserer alpacadamen beim futtern













ottawa by night, boas und ich genossen den ausblick bei einem moonlight picknick
















The Big Apple

nachdem ich meine gemuetliche, bepuderzuckerte alpaca farm hinter mir gelassen hatte, gings wieder zurueck ins grossstadtleben, nach ottawa. hier verbrachte ich einen sehr coolen tag mit eug, ruhia und alyssa, der mit pizza essen, souvenirjagd, kochen, uebers leben und reisen diskutieren und jammen gefuellt war. neben singen und bongos hab ich mich sogar mal an der gitarre versucht, aber ob das so erfolgreich war, weiss noch niemand. am naechten morgen wollte ich um 8 in richtung busbahnhof starten, was allerdings durchdie tatsache vereitelt wurde, dass ih erst um 8 aufgewacht bin. lautlose wecker hoert man halt eher schlecht...
also ohne fruehstueck ab zum bus und alles lief gut. in burlington haben mich boas und amadeus' papa von der station abgeholt und ich konnte in ein paar stunden die ganze familie kennen lernen und ein bisschen zeit mit meinem boi verbringen, bevor ich mich nachts um 2 wieder in den bus nach boston bzw new york city gesetzt habe.
weil ich nicht davon ausgegangen bin, dass es ein problem geben wuerde hatten wir keinen speziellen treffpunkt ausgemacht und brauchten, da diese busstation riesig ist, trotz smskontakt ungefaehr eine stunde um uns endlich zu finden... aber ende gut, alles gut und draussen erwarteten mich gleich menschenmengen und blitzen, blinken und die vielen farben des time square. new york city - here i am!
zu fuss und mit der sub gings dann los, vorbei an knallroten weihnachtsmaennern und strassenverkaeufern, zum rockefeller center, vor dem eine eislaufbahn ist und der riesiger weihnachtsbaum der stadt new york, den man aus den filmen kennt, steht. dann fuehrte uns der weg durch einen ganz anderen, ruhigeren teil von manhatten, indem mali und ich weit und breit die einzigen weissen waren: harlem. ein paar toll geschnitzte tueren und shops later, gings durch die upper eastside in richtung centralpark, wo schon ein malerischer sonnenuntergang ueber der skyline (um 4!), massenweise baeume im herbstkleid und filmschauplaetze auf uns warteten. da sich der tag schon dem ende zuneigte und ich von der uebernachtbusfahrt und dem vielen laufen eh etwas muede war, machten wir uns, vorbei am crysler building, den united nations und dem empire state building, auf zur grand central station, einem bahnhof, der kein vergleich ist zu dem, was man normalerweise gewohnt ist: rieseig, deckenmalereien und glaenzende marmorwaende.
nach einer stunde bahnfahrt kamen wir bei malikas derzeitigem zuhause an: in einer wohngegen der besser situierten bewohner sleepy hollows steht das ehemalige heim des damaligen buergermeisters; heute das zuhause von bryan, lori, tochter nikki und dem 10ten au pair malika. fuer meinen geschmack ein schloesschen von innen, riesige kueche, schick, aber auf eine schoene art und weise! die eichhoernchen kommen vorbei, um sich ihr fruehstueck aus der hand abzuholen und nikkis initialen schauen auf der bettwaesche immer nach vorne.
in den sonntag morgen starteten wir mit leckeren bagles und muffins und besuchten dann einen gottesdienst, mit gefuellten sitzbaenken und einem pfarrer, der von den erfahrungen seines vaters als gangmember in einem der uebelsten teilen von new york city erzaehlte.
in manhatten starteten wir bei strahlendem sonnenschein mit einer fahrt auf der staten island ferry, die direkt an der statue of liberty vorbei fuhr und uns so einige gelungene schnappschuesse ermoeglichte. die versuche, ein foto von uns beiden zu machen (wunschtraum waere mit statue im hintergrund!), scheiterten allerding mehrfach klaeglichst, bis sich schliesslich eine touristin erbarmte, weil man das alberne erfolglose getue nicht laenger mit anschauen konnte.
ein must it natuerlich auch chinatown mit seien unzaehligen strassenstanden, special lebensmittel laeden, schmuck- und lampenlaeden (11 in einer reihe neben einander!! wtf?!). hier hielte wir es in einem grocery store aufgrung des seltsamen fischgeruchs nicht all zu lange aus, kauften uns stattdessen in der frischen luft von einem strassenstand fuer 1$ eine tuete chinese cake. kleine kugeln, die in etwa wie waffeln geschmeckt haben, lecker! das war unser apppetizer fuer unser mahl, was wir anschliessend in einem kleinen asiatischen restaurant in einer kleinen gasse einnahmen (ebenfalls lecker). als wir uns mit vollen baeuchen auf die suche nach little itali machten, mussten wir bald feststellen, dass an der aussage, chinatown wuerde immer groesser und verdraenge little italy, was dran ist... irgendwann fanden wir ein paar italienisch aussehende cafes, immerhin!
montag morgen bedeutet, ein aupair muss um halb 6 afstehen - gut dass ich hier einen zunehmend guten schlaf entwickle. aber nachdem alle arbeit erledigt war, machten wir uns auf zur zweitgroessten mall der usa, um nach schuhen zu suchen. tragischerweise fanden wir nicht einmal hier schuhe fuer mali, aber es war einfach alles sauteuer. stattdessen haben wir uns einen dunkin donut gegoennt und dem regeregenundnochmehrregenwetter getrotzt.
ein sehr gelungenes maedels-im-big-apple-weekend wuerde ich sagen und morgen mittag kann ich mich wieder mit andi, eli und hoffentlich boas und unserem auto treffen.

Mittwoch, 21. November 2007

Urlaub von der Reise

In zwei Tagen geht unser Flug nach New York. Nach 2 hammergeilen Wochen sind wir wieder sicher in Rafas Bude in San Jose angekommen. Als wir uns auf unsere "Rumreise" durch Costa Rica begeben haben, hatts mal wieder aus allen Loechern gepisst, aber das konnte unserer Laune keinen abbruch tun.Obs an den Nachwirkungen der Party lag, oder einfach an der Tatsache das wir gerade auf rirektem Weg in die Karibik warn, weiss ich nicht mehr genau,doch obwohl teilweise die halbe Strasse unter Wasser stand waren wir weiterhin guter Dinge. Als wir in dem kleinen Kaff Cahuita an der Karibikkueste ankamen, haben sich unsere Plaene zu Zelten schon nach wenigen Minuten in Regen aufgeloest.Und da die Cabin so billig war haben wir uns gleich noch ne Flasche Rum dazu gegoennt.Und da es geil warm war haben wir uns des oefteren ins Meer zum Wellenspringen begeben.Nach drei Tagen hats dann ploetzlich aufgehoert zu regnen und da Panama nicht weit Weg war haben wir uns gedacht "Porque no!?"Also sind wir mal kurz fuer zwei Tage mim Bus nach Bocas del Torro, eine Inselkette vor der Kueste Panamas, gechattet.Der Grenzuebergang besteht aus einer eher baufaelligen Bruecke,die man zu Fuss ueberqueren muss. Alles sehr abenteuerlich. Drueben in Panama wird man, wie eigentlich fast ueberall hier, von voellig ueberteuerten Taxifahren anglabert. Klar haben wir sein angbot angenommen, das er uns fuer 5 bucks each an den "hafen" faehrt.
Von da aus ging es mit einem boot fuer fast eine stunde auf die bocas. Dort angekommen, kamen gleich wieder irgendwelche leute die dir das geld aus der tasche ziehen wollen. dadurch, dass wir mal wieder keinen plan hatten, wo man billig schlafen kann, haben wir uns von einem einheimischen eine billige unterkunft zeigen lassen. das mando taitu. geiles teil. jeden abnd geh da die dicke party, und da haben wir mal fett mitgemacht. ich mein bier fuer 50 cent ( da kann man nur mit us dollar zahlen) da sagt man net nein, vorallem wenn man daran denken muss das es in den staaten wieder so scheisse teuer wird wie in kanada.
auf jeden fall haben wir uns fuer den naechsten tag fuer eine bootstour zu einer einsamen insel entschieden, die mit netten schnorchel ausfluegen austafiert war. da sind auch die netten fotos von "oh wie schoen ist panama" entstanden.
nach 2 tagen ging es fuer uns wieder zurueck nach costa rica. dummerweise wollte der grenzbeamte ein flugticket von uns sehn. upps das haben wir natuerlich bei unseren couchsurfern vergessen, also musst ein quasi gefaelschtes herhalten. hat auch geklappt...
unser naechster halt war Puerto Viejo. eine kleine ueberaus touristische stadt. dort haben wir uns das von jedem angepriesene rocking j´s genommen. eigenltich wollten wir nur eine nacht bleiben, aber wie es so kommt, es wurden 4 daraus. ganz nach den drei haeufigsten backpacker luegen:1. ich trinke heute nichts, 2. Ich ziehe morgen weiter, 3. ich melde mich. alle stimmen. wir hatten eine sehr geile zeit dort, mit 2 kanadiern und einem israeli. dieser hat bei der armee gedient, aber hat uns auch krasse geschichten ueber den hanf anbau in californien erzaehlt. er muss es wissen, er hat dort gearbeitet. Da wir ausser chillen nicht viel zu tun hatten, haben wir uns einfach mal ein Surfbrett fuern Tag gemietet.Es war eins der krassesten Sachen, die wir je ausprobiert haben.Obwohl wir ein paar mal echt uebelst von den Wellen gef***t wurden, war es trotzdem ein riesen Spass.Da unsere Zeit in Costa Rica nun langsam ablief, haben wir uns entschlossen noch den beruehmten Vulkan El Arenal anzuschauen. Also gings erst mal zuruech nach San Jose, wo wir uns leider ein Hostel nehmen mussten, weil wir unseren Anschlussbus verpasst haben.Dort haben wir uns dann auch von unseren kanadischen Freunden verabschiedet und sind am naechsten Tag nach La Fortuna,ein Kaff am Fusse des Vulkans, gefahren.Unterwegs ist auch noch der scheiss Bus verreckt, was irgendso ein linkes Wiesel genutzt hat um einem Ami sein ganzes Hab und Gut zu zocken.Wir haben uns dann ne saubillige Cabin genommen und gewartet.Darauf das der Vulkan endlich sein Gesicht zeigt.Und dann endlich, als wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten,goennte uns El Arenal geschlagene 10 min freie Sicht.Es war einfach atemberaubend.Dieses krasse Erlebnis haben wir dann zu zweit mit einem 3 Euro Vodka gefeiert und sind am naechsten Tag zurueck nach San Jose gefahren.

Abschlussbilanz:

6 Tage Regen
8 Kokosnuesse
10 gruene Bananen
3,5 kg Nudeln
ca. 150 Mueckenstiche
KEIN Malaria
1 Sonnenbrand
6 Flaschen Rum
2 Flaschen Vodka
20 Bier
6 Papayas
...
und jede Menge Spass


Ein geiler, unvergesslicher Trip, der jeden Cent wert war.

Die Bilder


Der Vulkan in Arenal



Unser Weg nach Panama


Puerto Viejo



Surfprofis bei der Arbeit


Deutschland, Kanada, Israel



Regenfreie Zeit in Cahuita


Da kommen unsere Bananen her



Oh wie schoen ist Panama


Ein Stueck Heimat



Party in San Jose


frische Kokosnuss,geil


Kochen mit dem Franzosen



Faultiere



Schnorcheln in der Karibik